Ordnung ist das halbe Leben

Einige von euch kennen vielleicht das Problem: Ein Auto zu restaurieren ist aufwendig und zeitintensiv. Zwei Autos zu restaurieren ist ohne eine gute Organisation fast unmöglich.

Lars Bobach ist einer der bekanntesten Verfechter für das Thema „Produktivität in digitalen Zeiten“ in Deutschland. An seinem grandiosen Blog führt kein Weg vorbei, wenn man sich für dieses Thema interessiert.

Es war eine große Ehre für mich, dass Lars mich nach einem meiner Kommentare eingeladen hat, meinen Workflow zur Restauration meiner Fahrzeuge in einem Gastbeitrag vorzustellen.

Dieser Einladung bin ich natürlich sehr gerne gefolgt und habe meine Arbeitsweise mit Trello und anderen Apps anhand der Verwandlung meines Pontiac Firebird Trans Am in ein authentisches K.I.T.T.-Replica ausführlich vorgestellt. Nur mit der richtigen Vorbereitung und einem geplanten Ablauf hat bekanntlich alles seine Ordnung.

Ihr findet den vollständigen Beitrag in seinem Blog. Ich danke Lars für die Gelegenheit und begrüße herzlich alle Besucher seines Blogs, die meinem Ruf gefolgt sind, hier einmal vorbeizuschauen! :)

Gute Vorsätze für das neue Jahr

Das neue Jahr ist bereits mehr als einen Monat alt, doch ich möchte euch meine Vorsätze für das neue Jahr nicht verschweigen.

Priorität genießt nach wie vor mein Pontiac Firebird Trans Am, der mich vermutlich noch das gesamte Jahr 2017 in Anspruch nehmen wird. Dennoch lasse ich es mir natürlich nicht nehmen, ab und an am Käfer zu werkeln.

Meine Wünsche bzw. Vorsätze für das neue Jahr? Die Scheidung. In dem Fall: Von Häuschen und Bodengruppe.

Windschutzscheibenrahmen eines VW Käfer ohne eingebaute Scheibe
Für das Abheben des Häuschen ist es nur zweckmäßig, die Scheiben auszubauen. Auch neue Dichtungen liegen für den Einbau schon bereit.

Bereits im letzten Jahr habe ich die Schraubverbindungen zwischen den beiden Kernbauteilen des Standard-Käfer entfernt. Damit das Abheben möglichst problemlos erfolgen kann, muss nun das Gewicht herunter. Ich habe daher die Windschutzscheibe und die Heckscheibe entfernt.

Ecke des Windschutzscheibenrahmens eines VW Käfer mit deutlichen Korrosionsspuren
Im Gegensatz zu meinen früheren Käfern macht der Windschutzscheibenrahmen eine gute Figur: Keine Durchrostungen zu sehen, wohl aber deutliche Patina in Form von Korrosion.

Korrosion ist natürlich an diesen neuralgischen Stellen immer wieder ein Thema. Mein Käfer zeigt sich hier relativ solide, bis auf kleine Stellen am Rahmen der Heckscheibe. Da habe ich schon schlimmeres gesehen – bis auf Weiteres wurden die Stellen mit Fertan behandelt und anschließend mit Owatrol Öl versiegelt.

Heckscheibenrahmen eines VW Käfer ohne montierte Heckscheibe
Die Heckscheibe musste das Häuschen als erstes verlassen, leider wurden in den Ecken deutliche Korrosionsspuren gesichtet.

Genau ein Kotflügel war hinten rechts noch montiert, auch der sollte nun runter. Der Zustand des Kotflügels ist katastrophal und ich gehe fest davon aus, dass ich diesen tauschen muss. Aber das hatte auch einen Vorteil: Der Ausbau war relativ einfach, da keine der Schraubverbindungen  noch eine ersthafte Bindung zum Fahrzeug hatte.

Hinterer rechte Radkasten eines VW Käfer ohne montiertem Kotflügel, mit deutlichen Korrosionsspuren
Zumindest der Ausbau des hinteren, rechten Kotflügels war recht einfach: Von stabilen Schraubverbindungen keine Spur.

Deutlich abgespeckt wartet der Käfer nun auf die Dinge, die ihn 2017 erwarten. Ich bin nicht sehr zuversichtlich, dass sehr viel passieren wird – wenn aber doch, erfahrt ihr es als erstes!

In Erinnerung

Alle meine Autos haben Namen. Bei über 30 Fahrzeugen in 14 Jahren war dies irgendwann notwendig, um den Überblick zu behalten.

Die Namen meiner Autos haben auch immer eine Bedeutung. Nach dem Kauf ist es immer eine schöne Tradition, sich einen passenden Namen zu überlegen.

Meinen Standard-Käfer, auf dem es hier auf BugTales.de geht, hatte ich ursprünglich „Tommy“ getauft. Benannt nach dem Kölner Sänger Tommy Engel, der damals einen jupitergrauen Käfer sein Eigen nannte.

Im Laufe dieser Woche hat meine Familie leider einen schmerzlichen Verlust erlitten: Ein treuer Freund und Nachbar ist nach kurzer und heftiger Krankheit plötzlich verstorben.

Ich möchte dieses Projekt daher gerne diesem besonderen Menschen widmen – aus diesem Grunde hört mein Käfer fortan auf den Namen „Pitter“, das kölsche Wort für „Peter“.

In Erinnerung
1935-2016

Neues Futter

Der ein oder andere hat es bereits mitbekommen, aber BugTales.de wurde umfangreich überarbeitet.

Aufgrund einer beruflichen Umstellung und anderer Verpflichtungen hatte ich in der Zeit zwischen Februar und Oktober keine Zeit für den Blog gefunden. Nun habe ich die letzten Tage und Wochen genutzt, um viele Beiträge zu ergänzen und über die vergangenen Arbeiten zu berichten.

Ich wünsche euch viel Spass beim lesen der neuen Beiträge!

Türscharniere fachgerecht überholen

Wer es vor einigen Monaten nicht mitbekommen hat: Bei der Abholung meines Standard-Käfers kam es ja zu einem kleinen Drama: Die Türe der Fahrerseite, bzw. hauptsächlich deren Türscharniere, wurden durch einen Unfall beschädigt.

Die originalen Türscharniere wurden leider dadurch irreparabel beschädigt. Die gesamte Kraft des Aufpralls wurde durch die Scharniere aufgenommen, nur ein Teil davon vom Halteband der Türe abgefangen. Endergebnis: Trotz einer Dicke von mehreren Millimetern haben sich die Scharniere deutlich sichtbar verbogen.

Verbogenes Türscharnier eines VW Käfer zum Vergleich auf einem intakten Türscharnier
Der Vergleich beider unteren Türscharniere zeigt schön, wie stark die Beschädigungen auf der Fahrerseite wirklich sind. Das schwere Metall wurde deutlich sichtbar verbogen.

Ich war daher in den vergangenen Wochen und Monaten fleissig und habe nicht nur eine Ersatztüre mit brauchbaren Scharnieren aufgetrieben, sondern mit Lars aus der Schweiz auch einen kompetenten Ansprechpartner für die Überholung eben dieser Scharniere gefunden.

Im Zuge meiner Recherchen hat sich nämlich schnell gezeigt, dass das Auftreiben und das Verbauen gebrauchter Scharniere zwar möglich, aber nicht zweckmäßig ist. Gebrauchte Scharniere sind fast immer ebenfalls verschlissen und weisen ein großes Spiel auf; der Ausbau ist darüber hinaus so aufwendig, dass man diese im gleichen Schritt auch direkt überholen sollte.

Türscharniere der Beifahrertüre des VW Käfer beim Ausbau auf der Werkbank
Wie bei der Fahrertüre, so geht es auch bei der Türe der Beifahrerseite: Die Türscharniere für die Überholung auszubauen ist eine relativ aufwendige Angelegenheit.

Lars hat diese Aufgabe für mich übernommen, und zwar mit Bravour. Die Scharniere beider Türen wurden chemisch vom Lack befreit und die bestehenden Bolzen mit Hochdruck ausgepresst; mit Hilfe des Schraubstocks der Mysteriösen Halle wäre dies in dieser Form nicht möglich gewesen.

Zum Einsatz kommt nun die „Luxuslösung“ in Form von eingesetzten und auf Maß gebrachten Messingbuchsen mit neuen Bolzen. Diese Lösung ist zwar nicht zu 100% original, aber der originalen Lösung deutlich überlegen. In diesem Punkt steht für mich die Originalität der Funktion hinten an.

Lackiert wurden die Scharniere nach der Generalsanierung vom mir, mit 1K-Lack aus der Dose. Der Farbton passt erwartungsgemäß nicht perfekt; da ich aber keine Komplettlackierung anstrebe, sind hier Kompromisse leider notwendig.

Riedgrün lackiere Türscharniere in der Mysteriösen Halle auf der Werkbank
Nach der Überholung durch Lars wurden die Türscharniere in der Mysteriösen Halle mit 1K-Lack aus der Dose lackiert.

Ich möchte Lars an dieser Stelle nochmal für den kompetenten und schnellen Service danken! Nun geht es, Stück für Stück, an den Einbau und die Überholung der Türen.

Shooting vor der Mysteriösen Halle

Auch der Platz in der Mysteriösen Halle ist begrenzt. Nach einem Jahr wurde es Zeit, den Käfer einmal zu drehen: Dabei bot es sich an, ein paar Fotos zu machen.

Die maroden Bleche auf der Fahrerseite sind ja bereits weitestgehend entfernt, nun geht es also der Beifahrerseite an den Kragen. Auch hier sind leider Bodengruppe und Häuschen mit gut gemeinten Reparaturblechen am Warmluftkanal miteinander verbunden.

Um Platz für die weiteren Arbeiten zu haben, habe ich den Standard-Käfer gedreht und bei der Gelegenheit noch ein paar Fotos vom Ist-Zustand vor der Mysteriösen Halle gemacht.

Standardmodell eine VW Käfer vor den Toren der Mysteriösen Halle
Von Vorne sieht der Käfer fast so aus, als würde er in wenigen Minuten wieder fahrbereit auf der Straße sein.
Heck des VW Käfer mit demontiertem Fahrerkotflügel vor der Mysteriösen Halle
Das Heck schreit nach Arbeit: Vermutlich müssen beide Kotflügel getauscht werden, Schweißarbeiten stehen an den Endspitzen und Radkästen an.
VW Käfer in der Standard-Ausführung mit entfernter Fahrertüre vor den Toren der Mysteriösen Halle
An der Seite wird die Arbeit der letzten Monate deutlich: Türe für Schweiß- und Reparaturarbeiten entfernt, Warmluftkanäle freigelegt und das Seitenteil aufgeschnitten

Das Drehen ist abgehakt: Nun kann es in den nächsten Monaten dann auf der Beifahrerseite weitergehen. Ich bin wirklich gespannt, welche Überraschungen hier auf mich warten werden.

Potentieller Ersatz dank dem bugnet

Bodengruppe eines VW Käfer in einem Transporter
Eine Bodengruppe im Fundus ist immer gut, also griff ich zu, als sich die Chance bot.

Das bugnet ist seit 1999 Anlaufstelle für Käfer-Fans im gesamten deutschsprachigen Raum. Und auch im Jahr 2016 bieten sich dank dem Markt gute Gelegenheiten für ein Schnäppchen. Als die Bodengruppe für Bundbolzen-Vorderachsen auf meinem Radar auftauchte, überlegte ich nicht lange.

Das die Bodengruppe bei meinem Standard-Käfer zum Einsatz kommt, versuche ich natürlich zu vermeiden. Aber trotzdem ist es ein gutes Gefühl, Ersatz im Fundus der Mysteriösen Halle zu wissen.

Die Reste eines Warmluftkanals

Mein Käfer hat gelebt. Er wurde nicht nur gefahren, sondern auch „zeitwertgerecht“ repariert, z.B. wurden die Warmluftkanäle mehrfach geflickt. Die Qualität dieser Reparaturen steht leider im krassen Gegensatz zu einer ordentlichen Teilrestauration.

Die Seitenbleche beider Warmluftkanäle entsprechen nicht mehr dem Originalzustand. Auch die Deckbleche am unteren Ende sehen nicht besser aus. Um die Karosserie von der Bodengruppe trennen zu können, muss ich mich dieser Problematik leider stellen – ob es mir passt oder nicht.

Begonnen habe ich mit der Fahrerseite, und wirklich behutsam musste ich in diesem Zusammenhang nicht vorgehen. Ich habe sowieso die Entscheidung getroffen, die Bodenhälften des Käfers zu erneuern, also konnte ich wieder mit sanfter Gewalt an die Sache herangehen.

Es war wie erwartet: Im Rahmen einer Reparatur vor grauen Vorzeiten wurden Bleche über die originalen Warmluftkanäle geschweißt. Als wenn das nicht genug wäre, wurde die Bodengruppe mit der Karosserie verbunden. Dies ist ein weiterer Beweis dafür, dass ich um diese Arbeiten nicht herum gekommen wäre.

Hinteres Ende eines Warmluftkanals eines VW Käfer mit entferntem Deckblech und deutlichen Korrosionsspuren
Mit Blechen wurden Karosserie und Bodengruppe miteinander verschweißt. Von der originalen Substanz des Warmluftkanals ist deshalb nicht mehr viel übrig geblieben.

Stück für Stück arbeitete ich mich vom hinteren Ende des Warmluftkanals bis an das vordere Ende hervor. Erstaunlicherweise ist der Warmluftkanal nicht völlig marode, zwei von vier Seiten des Kanals sind sogar noch relativ kernig. Dennoch macht hier ein Teilaustausch nicht viel Sinn, in Zukunft möchte ich beide Warmluftkanäle tauschen.

Aufgeschnittener Warmluftkanal eines VW Käfer mit entferntem seitlichem Deckblech
Der Zustand des Warmluftkanals ist schlecht, aber besser als ursprünglich erwartet. Es gibt doch ein paar gute Stellen, die Hoffnung machen.

Interessanterweise war die gesamte Originalsubstanz des Warmluftkanals noch vorhanden: Da sich der lose Rost in der geschlossenen Struktur nicht verlieren konnte, kam nach Auftrennen der Seite alles wieder zum Vorschein. Man kann sich schon darüber wundern, welches Gewicht auf diese Weise zu Stande kommt.

Rostige Metallschuppen aus einem korrodierten Warmluftkanal eines VW Käfer
Ein paar Kilogramm an Metallschrott kommen schon zusammen, wenn man die Reste aus dem Warmluftkanal sammelt und auf die Waage stellt.

Im Endeffekt ist der Gesamteindruck sogar besser als erwartet. Ich war darauf eingestellt, dass das gesamte Karosserieteil extrem morsch ist – dies war aber nicht der Fall. Das originale Blech hatte bei diesen Reparaturmaßnahmen in der Vergangenheit überhaupt keine andere Chance, als zu rosten.

Aufgeschnittener Warmluftkanal eines VW Käfer mit deutlichen Spuren von Korrosion
Nicht alles ist schlecht: So gibt es auch am Warmluftkanal durchaus kernige Bestandteile. Der Rost beschränkt sich im größenteils auf die Reparaturstellen.

Der finale Stand öffnet die Augen ein Stück weiter und macht Mut für den weiteren Weg. Den Vorbesitzern mache ich übrigens keinerlei Vorwürfe für derartige Reparaturen: Der Wagen kommt nunmal aus einer Zeit, in der er als Gebrauchswagen angesehen wurde und nicht als automobiles Fossil bzw. Klassiker mit Zukunft.

Trennung von Bodengruppe und Häuschen

Leider wurde nach Kauf des Standard-Käfers schnell deutlich, dass es ohne eine Trennung von Bodengruppe und Karosserie nicht geht. Der erste Schritt für diese Maßnahme ist nun getan.

Die über 20 Schrauben, die Karosserie und Bodengruppe miteinander verbinden, sind gelöst. Dieser im geschrieben Wort recht einfach klingende Vorgang entpuppte sich in der Praxis als doch etwas aufwendiger. Leider sind die Warmluftkanäle des Käfers stärker von Korrosion betroffen als gedacht, und die Hälfte der Schrauben an dieser Stelle konnten nicht sauber entfernt werden.

Ursache der Probleme sind die Käfigmuttern in den unteren Deckblechen. Diese lösen sich gerne beim Versuch, die Schrauben zu entfernen – und dann wird es etwas „schmutzig“. Insgesamt vier oder fünf Schrauben konnte ich nur mit sanfter Gewalt entfernen.

Beschädigte Unterlegplatten inkl. Schrauben eines VW Käfer
Die Spuren der sanften Gewalt zeigen sich in Schrauben und Unterlegplatten, die nicht wiederverwendet werden können.
Ausgerissene Verschraubung in der Bodengruppe eines VW Käfer
Nicht jede Schraube in den Bodenhälften des Käfers konnte gerettet werden, doch schlussendlich müssen diese sowieso ersetzt werden.

Warum die sanfte Gewalt? Ein Schneiden bzw. Flexen nur ca. 10 cm über meinem Kopf war mir ehrlich gesagt zu heikel – und ersetzen muss ich Warmluftkanäle und Bodenhälften sowieso, da ging die Sicherheit vor.

Im nächsten Schritt nehme ich mir die „zeitwertgerechte Reparaturstelle“ des Warmluftkanals auf der Fahrerseite vor – ich bin gespannt, welche Überraschungen hier noch auf mich warten werden.

Ein wenig Tieferlegung muss sein

Jedes Projekt benötigt eine Vision, eine Vorstellung von dem fertigen Endergebnis. Und so langsam kristallisieren sich die ersten Ideen für den Käfer heraus.

Im Eintrag mit dem Titel „Zukunftsplanung“ hatte ich im Februar bereits einmal dargelegt, in welche Richtung ich meinem Standard-Käfer entwickeln möchte. Zusammengefasst: Das „Fundament“ soll in Ordnung gebracht werden und die Patina des Rests erhalten bleiben.

Was an mir jedoch nicht spurlos vorbeigeht, ist das Thema „Low and Slow“ in der Szene. Ich mag einfach den tiefergelegten Look der klassischen, luftgekühlten VW sehr gerne. Man kann zur Tieferlegung von Käfern stehen wie man möchte, ich werde diesen Weg auch mit meinem Standard gehen. Heisst konkret: Schön tief, aber noch im fahrbaren Bereich. Und mit der wichtigen Option, jederzeit den Originalzustand wiederherstellen zu können – gerade das ist mir besonders wichtig!

Ich habe aus diesem Grund eine zweite Bundbolzen-Vorderachse gekauft. Neben der Tieferlegung werde ich diese im Rahmen der „Bodengruppentherapie“ überholen. Die ersten Arbeiten sind bereits erfolgt: Ich habe die gesamte Achse zerlegt und die benötigten Teile bereitgelegt.

Bundbolzen-Vorderachse eines VW Käfer auf der Werkbank der Mysteriösen Halle
Auf der Werkbank der Mysteriösen Halle beginnt die Zerlegung der Vorderachse.

Die Achsschenkel nehmen in diesem Prozess eine besondere Rolle ein: Da mir das benötigte Werkzeug fehlt, um die Bundbolzen der Achsschenkel nach Werksvorgabe auszutauschen, habe ich diese durch einen externen Dienstleister überholen lassen.

Gebrauchter Bundbolzen-Achschenkel eines Vorderachskörpers eines VW Käfer
Da für den Austausch der Bundbolzen u.a. eine Reibahle benötigt wird, gebe ich diese Arbeit ausser Haus.

Die weitere Zerlegung der Vorderachse ist pures, ehrliches Schrauben. Die Tragarme, die Federpakete und das Lenkgetriebe werden der Reihe nach ausgebaut. Die mehrere Jahrzehnte alte Schicht aus Rost, Dreck und Fett machen die Demontage dabei nicht unbedingt einfacher, stellen einen aber auch nicht vor unlösbare Probleme.

Entfernter Achsschenkel eines Bundbolzen-Vorderachskörpers eines VW Käfer
Die Tragarme werden mit einer Schraube fixiert, nach Lösen dieser Schraube sind die Tragarme einfach abzuziehen.
Fast komplett demontierter Bundbolzen-Vorderachskörper eines VW Käfer auf der Werkbank in der Mysteriösen Halle
Auch die Federpakete werden durch eine Madenschraube gesichert. Ist diese gelöst, werden sie aus dem Achskörper geschlagen.

Neben der bereits erfolgten Überholung der Achsschenkel werden in der nächsten Zeit auch die anderen Teile der nachgekauften Vorderachse überarbeitet, gesandstrahlt und pulverbeschichtet. Die gesamte Bremsanlage bleibt davon unberührt, hier werde ich die Teile der originalen Seilzug-Bremsanlage von meinem Fahrzeug verbauen.

Demontierte Tragarme eines Vorderachskörpers eines VW Käfer
Reinigung, Sandstrahlarbeiten, Pulverbeschichtung – mehr Arbeiten sind an den Tragarmen nicht notwendig.

Ich hatte das Glück, eine bezahlbare und brauchbare Vorderachse für meine Tieferlegung zu bekommen. Die größten Arbeiten sind nun noch der Einbau von Rasterplatten in den Achskörper, anschließend können die Teile wie oben beschrieben überarbeitet und die Vorderachse mit Neuteilen (Lager, Dichtungen, etc.) zusammengesetzt werden.